Schiiiii foarn

06März2017

Hallo Leute,

nachdem der letzte Eintrag von meiner Wüstentour war, geht es heute ganz kurz über mein letztes Wochenende. Das habe ich in Fereydunshahr verbracht und das war vom Klima und Witterung gänzlich unterschiedlich von der Wüste.

es ging zum Ski fahren! Was ursprünglich als Spaßidee entstanden ist, wurde nachdem wir herausgefunden haben, dass wir einen Feiertag am Donnerstag hatten, ganz fix geplant und durch gezogen … ganz uniranisch. Mit einer Gruppe von 7 Leuten, 4 Internationals und drei Iranern, mieteten wir einen 18-er Bus und fuhren so einen Tag zum Skifahren nach Fereydunshahr. Früh um 5.30 Uhr ging es los, und nach 2,5 Stunden Fahrt und einer halbstündigen Unterbrechung durch die Highway Police, die mal wieder mit brillianter iranischer Arbeitseffizienz glänzte, erreichten wir die Piste.

Unser Sand wird weniger, Schnee wird mehr

Dort angekommen mieteten wir unsere Ausrüstung, die zum Glück moderner war als das Meiste, was angeboten wurde. Einige Modelle haben eigentlich schon wieder Kultstatus gehabt. Für die, die kein Skifahren konnten, wurden auf dem Weg zum Skigebiet Gummireifen angeboten, mit denen sie den Abhang runterrutschen konnten.

 

tubing die Piste

Das Skigebiet selbst war nicht groß, es gab lediglich eine Piste und einen Anfängerhang. Dort verbrachten hauptsächlich die Japanerinnen ihre Zeit, da sie zum ersten Mal in ihren Leben auf Skiern standen. Moritz und ich erprobten währenddessen die dunkellilane Piste – dunkellila, da sie an höchster Stelle vom Schwierigkeitsgrad schwarz war, dann in eine rote Piste überging und schließlich in einer Blauen mündete – auf einer Länge von etwa 500 Metern.  Es war ein sehr schöner Tag, trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit der Piste und der Ausrüstung. So kam es dass ich drei Mal den „Boden essen“ (zamin khurdan – hinfallen – wörtlich: den Boden essen smile) musste, einmal weil mir mitten während der Fahrt ein Ski stiften gegangen ist. Aber nach und nach gewöhnte ich mich an Piste und Skier und es hat sehr viel Spaß gemacht. Zwischendurch gab es leckeres, selbstgemachtes Mittagessen.

Hallo die Schneebedeckten Berge sehen aus wie weiße Dünen    weiß und braun

Und nachdem ich nun von Ski und Kälte geschrieben habe, fliege ich morgen für 4 Tage nach Bandar Abbas und Qeshm, der größten Insel des Iran im Persischen Golf. Dort werden dann wohl ganz tropische Temperaturen herrschen. cool

bis dahin